Ich ging also tapfer - wie gesagt, ohne genau zu wissen, warum - an besagtem Dienstag zur Selbsthilfegruppe. Was ich dort erlebte, ver-setzte mich in ziemliches Erstaunen: Da erzählten eine Handvoll Leute Geschichten von sich, von ihren Erlebnissen, und zwar auf eine derart offene und ehrliche Art und Weise, die mir bis dato völlig fremd war.
Das wirklich Erstaunliche daran war für mich nicht alleine die Offenheit und Ehrlichkeit der Schilderungen, sondern dass ich mich selbst in den Erzählungen der Leute wiedererkannte! Sie erzählten zum Beispiel, dass sie, als sie noch getrunken haben, dieses heimlich getan hatten und wie sie Probleme gehabt hatten, sich sowohl möglichst unauffällig an diversen Kiosken und Tankstellen mit Alkoholika zu versorgen, als auch bald darauf ebenso unauffällig sich des naturgemäß anfallenden Leeregutes zu entledigen.
Viele solche und ähnliche Geschichten, alle für meinen damaligen Gemütszustand absolut nachvollziehbar. Und alle spiegelten die meine wider, diese Leute sprachen meine Sprache.