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SUCHTKRANKENHILFE STÜTZT AUCH ANGEHÖRIGE

Von Kristiane Huber

Eschborn/Sossenheim.    Peter Bittermann hat eine kurze und von daher eine eher ungewöhnliche Alkoholiker-Karriere hinter sich. Doch schon seit 25 Jahren lebt der heute 47-jährige Sossenheimer abstinent. Die Unterstützung, die er bei der Freiwilligen Suchtkrankenhilfe (FSH) Eschborn-Bad Homburg fand, hat ihm dabei entscheidend geholfen. «Die FSH gehört zu meinem Leben.» Die Suchtkrankenhilfe wurde vor 26 Jahren von Betroffenen und Angehörigen als gemeinnütziger Verein gegründet und ist mit Selbsthilfegruppen im Main-Taunus-, Hochtaunus- und Wetteraukreis vertreten. Sie ist Ansprechpartnerin bei Problemen mit Alkohol, illegalen Drogen oder Medikamen-ten-Missbrauch. Peter Bittermann hat das ganze Elend der Alkohol-Krankheit durchlebt und setzt sich noch heute als Sucht-krankenhelfer immer wieder damit auseinander. «Die Rückfallgefahr ist selbst nach so langer Zeit nie gebannt, man muss immer wachsam bleiben», warnt er. Immer wieder habe es kritische Momente im Auf und Ab seines Lebens gegeben, etwa nach seiner Scheidung. «Die FSH war ein guter und solider Begleiter. Ohne die Gruppe hätte ich es nicht geschafft», betont Bittermann. «Nur Du allein schaffst es – aber Du schaffst es nicht allein» – dieser FSHSlogan hat sich für ihn bewahrheitet. Seit Jahren betreut er ehrenamtlich die Eschborner FSH-Gruppe.



 





Wie gefährdet schon junge Menschen sind, hat er selbst erfahren. Er erinnert sich: «Mit 16 war ich schon regelmäßig betrunken. Ich habe gemerkt, dass Alkohol mir die Hemmungen und die Angst nimmt.» Als Bittermann als junger Mann seine Ausbildung als Fernmeldetechniker bei der Post beginnt, verschärft sich die Situation. Er wird bei der Arbeit auffällig, kommt zu spät oder verkatert in den Dienst. «Ich habe mit dem Alkohol gelebt, daneben hatte nichts Platz, um sich zu entwickeln. Dann habe ich mit dem Alkohol die Leere gefüllt», sagt er. «Heute saufe ich meine Zeit nicht mehr tot», erzählt Bittermann, der inzwischen eine Führungskraft bei der Deutschen Telekom ist und mit seiner Partnerin in Sossenheim lebt. Während die Kollegen damals seine Angeschlagenheit eher ausgenutzt hätten, habe er nun das Glück gehabt, einen verantwortungsbewussten Arbeitgeber zu finden. Dieser drängte ihn, eine stationäre Therapie zu machen. Danach stieß er über Umwege und Mundpropaganda auf die FSH.



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