Das Wort "Sucht" ist eine Ableitung von "siech", d.h. krank (laut Duden hat man das Wort Sucht früher für "Sünde, Leidenschaft" gebraucht).
Da Sucht immer wieder mit vielen negativen Bewertungen verbunden ist, hat die Weltge-sundheitsorganisation (WHO) in ihren Schrif-ten das Wort "Sucht" durch "Abhängigkeit" ersetzt.
Wobei der Begriff "Sucht" bereits auf Anteile des Verhaltens und Erlebens hinweist, was wir allgemein unter "abhängig" verstehen.
Sucht ist das Überhandnehmen einer Verhal-tensweise, die schädlich oder störend wirkt. Deutlich wird dies auch bei Tobsucht, Rachsucht oder Eifersucht. Betroffene dieser Süchte sprechen immer wieder von "getrieben sein" und dem Gefühl des "ausgeliefert sein".
Eine Abhängigkeit kann in allen Verhal-tensbereichen vorkommen. Den Begriff "süchtig" verwendet man aber erst, wenn der Verlust von persönlicher Freiheit damit verbunden ist. Das heißt, wenn man sich nicht mehr ausgewogen entscheiden kann, ist man süchtig bzw. abhängig.