FSH-Regeln

Gib Feedback, wenn Du das Bedürfnis hast:
Löst das Verhalten eines Gruppenmitgliedes angenehme oder unangenehme Gefühle bei Dir aus, teile es ihm sofort mit und nicht erst in der dritten Runde. Frage dazu, ob er von Dir jetzt ein Feedback möchte und folge seinem Wunsch.

Wenn Du Feedback gibst, sprich nicht distanziert über das Verhalten des anderen, denn Du kannst nicht wissen, ob Du ihn objektiv und realistisch wahrgenommen hast.

Sprich nicht in einer bewertenden und urteilenden Weise. Vermeide Interpretationen und Spekulationen über den anderen.

Sprich einfach von den Gefühlen, die durch das Verhalten des anderen bei Dir ausgelöst werden. Danach kannst Du versuchen, das Verhalten des anderen so genau und konkret wie möglich zu beschreiben, damit er überhaupt begreifen kann, welches Verhalten Deine Gefühle ausgelöst hat.

Lass dabei offen, wer der „Schuldige“ an Deinen Gefühlen ist. Du benötigst dabei keine objektiven Tatsachen oder Beweise, Deine subjektiven Gefühle genügen, denn auf diese hast Du ein unbedingtes Recht.

Wenn Du Feedback bekommst, höre erst ruhig zu:
Wenn Du Feedback bekommst, versuche nicht gleich, Dich zu verteidigen oder die Sache „klarzustellen“. Denk daran, dass Dir hier keine objektiven Tatsachen mitgeteilt werden können, sondern subjektive Gefühle des anderen. Erkenne an, dass Dein Gesprächspartner Dir sein Problem erzählt, das er mit Dir hat. Diese Haltung wird Dir helfen, ruhig zuzuhören und zu prüfen, ob Du auch richtig verstanden hast, was er meint.

Es kann nur einer zur gleichen Zeit reden:
Es darf jeweils nie mehr als einer reden. Wenn mehrere Personen auf einmal sprechen wollen, muss eine Lösung für diese Situation gefunden werden.